Freitag, 13. Februar 2009

Das Schleiertuch von Manoppello

Kunstwerk, Wunder oder Paläo-SETA-Artefakt?


Gisela Ermel


In: Sagenhafte Zeiten, Nr. 1/09, Beatenberg 2009





"Auf den ersten Blick nicht unbedingt eindeutig beantworten lässt sich die Frage, ob die Ursache dieser 'Hinterlassenschaften' eher einer göttlichen oder einer hochentwickelten fremden Macht zugeschrieben werden muss. Doch die erstgenannte Alternative ist zumindest sehr unwahrscheinlich."


Johannes und Peter Fiebag: In: "Zeichen am Himmel", 1995





Das Schleiertuch - auch Volto Santo - von Manoppello





Im September 2006 feierte ein kleines Städtchen in den italienischen Abruzzen die 500-Jahr-Feier des rätselhaften Schleiertuches von Manoppello, auch bekannt als "Volto Santo". Niemand geringerer als Papst Benedikt XVI. nahm dieses Jubiläum zum Anlass und flog per Helikopter nach Manoppello, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen und sich selbst einen Eindruck von diesem kostbaren Schatz zu machen.







September 2006: Der Papst in Manoppello



Eine riesengrosse Pilgermenge war zugegen, als ein Erzbischof, zwei lokale Politiker und der Bürgermeister den Papst begrüssten, sodann Reden und Ansprachen gehalten, eine Meditation zelebriert und Geschenke überreicht wurden. Sicherheitsbeamte überwachten das wichtige Ereignis, und die Manoppelleser hatten alle Häuser mit weiss-gelben Schleifen und Fahnen geschmückt. Diejenigen, die keinen Platz direkt in der Kirche des Kapuzinerklosters ergattern konnten, hatten die Möglichkeit, das Geschehen auf einem der aufgebauten Grossbildschirme zu verfolgen. Das Ereignis machte das Schleiertuch mit einem Schlag weltberühmt, und der Papstbesuch in Manoppello hatte einen unglaublichen Zulauf an Pilgern aus nah und fern zur Folge.



Was aber hat es auf sich mit diesem mysteriösen farbigen Bild eines bärtigen Männerantlitzes auf einem hauchdünnen Schleiergewebe? Nicht nur die Geschichte dieses Gegenstandes ist interessant, auch die Ereignisse und Forschungsergebnisse aus der Zeit nach dem Papstbesuch sind es. Gerade die neuesten Informationen über das Bild entrücken es seiner religiösen Aura und machen es insbesondere zu einem wichtigen Objekt der Paläo-SETI-Forschung.



Die Geschichte


Im Jahr 1646 veröffentlichte Donato de Bomba, ein Kapuzinerpater des Klosters in Manoppello, sein Werk "Relatione historica", in dem er die Ergebnisse seiner Nachforschungen präsentierte, die er über das im Kloster aufbewahrte Schleiertuch angestellt hatte. Das notariell beglaubigte Dokument gibt als Ankunftszeit der Reliquie das Jahr 1506 an. In diesem Jahr sei ein fremder Mann in Manoppello aufgetaucht und habe das Bild Dr. Giacomo Antonio Leonelli übergeben, einem gelehrten und vornehmen Ortsbewohner. Der kostbare Gegenstand blieb etwa ein Jahrhundert lang im Besitz der Familie Leonelli und wurde stets weitervererbt. Im Jahre 1618 habe dann Maria Leonelli das Schleierbild an einen Adligen namens de Fabritijs verkauft, der es seinerseits 1638 an die Kapuziner verschenkte, die ein, zwei Jahrzehnte zuvor dort ein Kloster gegründet hatten. Pater Clemente del Castelvecchio liess das Tuchbild in einen einfachen Walnussholzrahmen fassen. wofür zuvor mit einer Schere die Ränder des Gewebes begradigt wurden, da sie bereits etwas ausgefranst waren. Das gerahmte Bild erhielt seinen Platz auf dem Altar der Klosterkirche. (1)



Das waren - kurz zusammengefasst - die historischen Informationen, die Donato de Bomba hatte ermitteln können. Im selben Jahr, als er sie schriftlich präsentierte, gestattete die katholische Kirche erstmals den öffentlichen Kult des Volto Santo. Bald schon zogen "Gnaden und Wunder" im Zusammenhang mit dem Bild die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner und Gläubigen umgebender Ortschaften auf sich. Immer mehr Pilger reisten an, um die Reliquie zu verehren und vor ihr zu beten. Bereits etwa vierzig Jahre später konnte es sich das Kloster leisten, zur Aufbewahrung des kostbaren Schatzes eine kleine Kapelle mit Altar und einem Aufbau für das Bild zu errichten. Man begann am 6. August, dem Feiertag der Verklärung Jesu, ein jährliches Fest des Volto Santo zu feiern, bei dem das Bild mit feierlichen Prozessionen durch die Strassen des Städtchens getragen wurde.



Im Jahr 1703 liess Pater Bonifacio d'Ascoli einen kostbaren Rahmen aus Silber anfertigen, um dem Bild einen würdigeren Rahmen zu geben. Damit wollte man auf stilvolle Weise das neue jährliche Volksfest des Volto Santo, gefeiert am 3. Sonntag im Mai, begehen. Als die Mönche den Schleier aus dem alten Holzrahmen herausnahmen und in den neuen Silberrahmen legten, waren sie zu Tode erschrocken. Das Bild war verschwunden, und zu sehen war nichts weiter als ein weisser leerer Schleier. Das überraschende Phänomen soll mehrere Tage lang angedauert haben. Erst als man das Bild zurück in seinen alten Rahmen legte, erschien das Bild wieder.



Doch so leicht gaben die Kapuziner nicht auf. Elf Jahre später versuchten sie erneut, das Schleierbild vom alten Holzrahmen in den viel schöneren Silberrahmen zu übertragen. Und wieder passierte dasselbe mysteriöse Drama, und wieder musste man das Bild, um es sehen zu können, im alten Rahmen belassen. Doch man wusste sich zu helfen. Etliche Jahre später setzte man kurzerhand das Bild mitsamt seinem alten Nussholzrahmen in ein grosses Silberreliquiar ein, und diesmal verschwand das Bild nicht wieder von der Oberfläche des hauchdünnen Schleiers. Pilger, die zu dieser Zeit Manoppello aufsuchten und die Reliquie bewunderten, erhielten einen vollkommenen Sündenablass. Die gut besuchte Kultstätte wurde immer wieder erweitert, um den geistlichen - und weltlichen - Bedürfnissen der Besucher besser entsprechen zu können.


Ein wissenschaftliches Rätsel

Viel Zeit verging, bevor das Schleierbild zum ersten Mal wissenschaftlich erforscht wurde. In den 1970er Jahren befasste sich Bruno Sammariccia, ein Psychologe und Schriftsteller, mit der mysteriösen Reliquie. Er kannte einen Techniker, der mittels Elektronik Kunstwerken aus der Moderne und der Antike "auf den Zahn" fühlte. Ihn und weitere Fachleute nahm er mit nach Manoppello, wo das Team das Schleierbild u.a. unter polarisierenden Strahlen einer Wood-Lampe untersuchte. Dieses Experiment erzielte verblüffende und unerwartete Resultate.



Wood-Licht ist eine langwellige UV-Lichtquelle im nicht sichtbaren Bereich, benannt nach ihrem Entdecker Robert W. Wood, angewendet in der Fotografie und in der Medizin, Dinge und Details sichtbar machend, die man sonst nicht sehen kann. Als nun das Wood-Licht auf das Silberreliquiar mit dem darin befindlichen Bild gerichtet wurde, rief es Reaktionen intensiver Farbe und Leuchtkraft auf dem Silber und dem Holzrahmen hervor, doch zur Verblüffung aller Anwesenden keinerlei Reaktion auf dem Schleier, wie wenn das Licht in die absolute Leere gehe.



Man experimentierte noch ein wenig, doch es gab immer dasselbe Ergebnis: alles andere schien auf das Wood-Licht zu reagieren, nur das Schleierbild nicht. Den Forschern war dieser Fakt absolut unerklärlich, und Sammariccia schrieb später: "Dies beweist, dass irgendetwas im Schleier nicht den bekannten physikalischen Gesetzen folgt." Er war nicht abgeneigt, den Kapuzinern zu glauben, die schon von Anfang an behauptet hatten, dies Bild sei ein "nicht von Menschenhand gemachtes" Objekt, ein Acheiropoietos.



Während dieser ersten Untersuchung wurden auch die ersten Fotos durch den Fotografen Gianni Cati vom Volto Santo angefertigt, der auf Bitte von Sammariccia nach Manoppello gekommen war. Professor Giorgio Baitello vom Kerninstitut in Chieti, der ebenfalls zum Team gehörte, wurde gebeten, den Schleier zu begutachten und zu vermessen. Er bestätigte nach seiner gründlichen Untersuchung, dass beides - Schleier und Bild - zusammen betrachtet ein echtes Rätsel darstellen. (2)



Eventuell war der Erste, der vermutete, das Antlitz auf dem Schleier könne deckungsgleich sein mit dem Antlitz auf dem ebenso rätselhaften Turiner Grabtuch, ein Manoppello-Pilger der 1970er Jahre. Schwester Blandina Paschalis-Schlömer, damals noch eine Trappistin der Abtei Maria Frieden in der Eifel, die diesen Aspekt des Bildes weit bekannt machen sollte, wurde 1977 auf den Gegenstand aufmerksam, als sie einen Kongress der Grabtuchforscher in Nizza besuchte, auf dem u.a. eine Gigantographie des Volto Santo gezeigt wurde. Sie arbeitete in den folgenden Jahren daran, minutiös beide Antlitze auf Fotos miteinander zu vergleichen.



Ein Jahr später erschien ein Artikel des italienischen Journalisten Renzo Allegri, der Manoppello besucht hatte. Der Kapuziner Pater Antonelli, damals Rektor des Klosters, hatte Allegri bereitwillig Auskunft über den kostbaren Schatz gegeben und ihm eindrucksvoll demonstriert, wie hauchdünn der Schleier mit dem Bild sei. Er hielt für seinen Besucher "hinter das Reliquiar ein Büchlein ... und ich lese klar auch die kleinsten Worte." Der Schleier sei so hauchdünn, schrieb Allegri, dass man eine hinter das Bild gehaltene Zeitung sehr gut lesen kann. "Wie es möglich gewesen sein kann, auf einer so feinen Schleiergaze einen Druck eines so deutlichen Bildes anzubringen, ist ein Mysterium", so lautete das Fazit des Journalisten.



Er erwähnte auch den erstaunlichen Dia-Effekt, der darin besteht, dass man das Bild von beiden Seiten aus gleich gut sehen könne, so dass nicht einmal feststeht, welches die vordere und welches die hintere Seite des Tuches ist. "Natürlich sind verschiedene Hypothesen aufgestellt worden in dem Bestreben, zu einer plausiblen Erklärung zu kommen. Man dachte sich, dass das Bild das Werk eines fähigen Künstlers sei, aber Wissenschaftler, Maler, Gelehrte verschiedener Disziplinen schliessen dies aus. Kein Künstler kann eine Arbeit dieser Art vollbracht haben." (3)







Das Schleierbild von Manoppello: oben: durchsichtig, wenn man es im Gegenlicht sieht, unten: nicht durchsichtig bei dunklem Hintergrund







Das Gewebe des Schleiertuches



1985 besuchte Heinrich Pfeiffer, Professor für christliche Kunstgeschichte an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, Manoppello, nachdem er von Schwester Blandina Paschalis-Schlömer auf das Schleiertuch aufmerksam gemacht worden war. Er, wie auch Schwester Blandina, waren sich darin einig, dass das Tuch des Schleiers zu fein sei, um Seide oder extrem feines Leinen sein zu können, wie viele Manoppello-Besucher vermutet hatten. Eine wissenschaftliche Untersuchung zur Bestimmung des Stoffes hatte es jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben.



1992 und 1997 konnte Schwester Blandina auf dem Grabtuchforscherkongress in Rom und in Nizza überzeugend ihre Ergebnisse präsentieren, die ganz klar zeigten, dass beide Gesichter - das Antlitz auf dem Turiner Grabtuch und das Antlitz auf dem Schleiertuch - deckungsgleich seien, wenn man die Masse anglich, und es sich demzufolge um dieselbe dargestellte Persönlichkeit handeln müsse.






Die Antlitze auf dem Volto Santo und dem Turiner Grabtuch im Vergleich:
links das Volto Santo, in der Mitte das Gesicht auf dem Grabtuch, rechts
beides übereinander projiziert


Hightech für das Wunderbild

1999 geriet das Schleierbild erstmals in den Blick einer grossen Öffentlichkeit, als Heinrich Pfeiffer auf einer Pressekonferenz behauptete, das 1527 in Rom verschwundene Tuchbild der "Veronika" in Manoppello gefunden zu haben. Es regnete Schlagzeilen in etlichen Tageszeitungen. In Manoppello eröffnete man eine Ausstellung, deren Mittelpunkt die Bilder mit den Ergebnissen von Schwester Blandinas Forschung waren. Die Besucher und Pilger vor Ort fragten sich: Ist hier Jesus Christus dargestellt - einmal als Verstorbener auf dem Turiner Grabtuch und einmal als Auferstandener auf dem Schleiertuch?



Sind die "Veronika" aus Rom und das Volto Santo identisch? Dieses Gemälde von 1410 zeigt ein ebenso durchsichtiges Schleiertuch wie das von Manoppello als sog. "Veronika" Im Jahr 1410 aber war das Volto Santo noch nicht in Manoppello vorhanden - befand es sich als "Veronika" in Rom?


In selben Jahr, 1999, nahm Germano di Pietro, der Rektor des Klosters von Manoppello, Kontakt auf mit Prof. Donato Vittore, einem Wissenschaftler von der Universität in Bari. Er bat ihn um Hilfe bei der Anfertigung hochwertiger und detaillierter Fotos des Schleierbildes. Noch im selben Jahr reiste Prof. Vittore mitsamt einer Hightech-Ausrüstung in den kleinen Ort. Für die Fotos kombinierte er einen Digitalscanner mit einer Kamera für hochauflösende Fotos. Später berichtete der Wissenschaftler über seine Arbeit:


"Zur Herstellung von dreidimensionalen Knochenmustern gebrauche ich als Orthopäde und Traumatologe Röntgenbilder und Computertomographie. Zum Erhalten eines Bildes habe ich ein verfeinertes Gerät angewendet. Es handelt sich um einen hochauflösenden Scanner, der denjenigen zur Aufnahme der Erdoberfläche durch Satelliten ähnlich ist." (4)


Ein damit in Verbindung mit einer Kamera angefertigtes Bild kann dann auf dem Computer verarbeitet und vergrössert werden, ohne bei der Auflösung Einbussen hinzunehmen. So konnte praktisch jede einzelne Faser, aber auch das gesamte Antlitz des Bildes analysiert werden.


Der erste Eindruck, den Prof. Vittore bekam, als er vor dem Schleier stand, war, dass dies ein Gemälde sein müsse. Bei der folgenden Analyse wurde er jedoch immer unsicherer. Je mehr er hinschaute, desto mehr zweifelte er daran, dass es sich um ein Kunstwerk handele. Nach dem Studium der Aufnahmen im Computer kommentierte Vittore, man könne auf und zwischen den Fasern des Gewebes keinerlei Farbspuren ausmachen. Bei einem normalen Gemälde aber bleiben stets auch Farbreste zwischen den Fasern erhalten. Wasserfarbe konnte definitiv auch ausgeschlossen werden, denn sonst wäre Material ins Gewebe eingedrungen. Es gab zudem keine Spuren von Lösungsmitteln, stattdessen eine rätselhafte Versengung in den Pupillen des Gesichtes. Das Fazit des Wissenschaftlers: "Es kann kein Gemälde sein!" Ein Druck könne es aber auch nicht sein, da man das Bild - was absolut einmalig ist - auf beiden Schleierseiten gleich gut sehe. (4)


Im April 2001 widmete sich einer der Turiner Grabtuch-Forscher dem Schleierbild: Prof. Giulio Fanti von der Universität in Padua. Er analysierte das Gewebe und nahm mikroskopische und spektroskopische Untersuchungen vor. Im selben Jahr wurde Robert Falcinelli, ebenfalls seit Jahren mit der Erforschung des Turiner Grabtuches befasst, bereits zum zweiten Mal erlaubt, das Schleierbild zu inspizieren und zu fotografieren. Die Ergebnisse beider Forscher sollten ein paar Jahre später zu unerwarteten Überraschungen führen.


2004 besuchte Paul Badde, Autor, Journalist und römischer Korrespondent der WELT, Manoppello. Er hatte zum ersten Mal auf dem 3. Internationalen Kongress der Grabtuchforschung in Turin im Juni 1998 von dem rätselhaften Schleierbild gehört, denn er hatte am Abend während des Festbanketts zufällig Heinrich Pfeiffer zum Tischnachbarn gehabt. Als beide angeregt über die Rätsel um das Turiner Grabtuch plauderten, hatte Prof. Pfeiffer gemeint, die wahre Sensation warte in Manoppello, und er berichtete ihm vom Volto Santo.


Als nun Badde nach Manoppello kam, hatte er seine "Hausaufgaben" gründlich gemacht. Er hatte das angebliche "Schweisstuch der Veronika", das Jesus Antlitz während seines Kreuzweges auf wundersame Weise eingeprägt bekommen haben soll, im Petersdom zu Rom aufgesucht. Doch hatte er auf dem Tuch keine Spur irgendeines Bildes erkennen können.


Holographische Eigenschaften

Der Journalist hatte ausserdem einen zweiten Ansatz verfolgt. Paul Badde bezweifelte, dass sich Seide oder superfeines Leinen derart bemalen lasse, "dass das Bild bei bestimmtem Licht praktisch verschwindet". Er vermutete als Erster, es könne sich stattdessen um Byssus handeln, den kostbarsten Stoff der Antike. (17)


Unter Byssus versteht man das aus den Haftfäden einer grossen Muschel - Pinna nobilis - hergestellte hauchfeine, wie Schneeflocken leichte und extrem durchsichtige Gewebe, das als "Meeresgold", "gewebte Luft", "Kammertuch" und "Meeresseide" bekannt war. Es wurde seit dem Altertum in Ägypten, Griechenland, Chaldäa, Kleinasien, Persien und China sowie von den Phöniziern und den Römern hergestellt.


Herstellung von Byssus-Fäden mit einer Spindel



Steckmuschel - Pinna nobilis - mit deren Haftfäden man Byssus herstellte (Zeichnung von 1758)


Auch die Bibel erwähnt mehrmals Byssus, beispielsweise als von Gott Jehova vorgeschrieben wird, zur Herstellung eines Teils der Ausstattung des Allerheiligsten und der hohepriesterlichen Kleidung dieses Material zu verwenden. Den Priestern war es strengstens vorgeschrieben, solche Stoffe zu tragen, wenn sie im Salomonischen Tempel vor der Bundeslade Dienst taten. Im Mittelalter war Byssus unter hohen kirchlichen Würdenträgern und im Hochadel sehr begehrt. Eine Renaissance des kostbaren Gewebes gab es noch einmal im 18. Jahrhundert in Südfrankreich und Süditalien. Heute gibt es in europäischen Museen nur noch ca. 30 Tücher aus Byssus zu bewundern.


Der deutsche Journalist recherchierte, und es gelang ihm, die letzte Muschelseidenweberin der Welt, Chiara Vigo, ausfindig zu machen. Nun stand Paul Badde mit Chiara Vigo, die Byssus noch nach der alten Methode zu weben versteht und dies in ungebrochener Tradition seit Generationen von Byssus-Weberinnen auf der Insel Sant Antioco vor der Küste Sardiniens tut, vor dem Schleiertuch von Manoppello.


"Das ist Byssus!" war ihr überzeugender Kommentar. Und Muschelseidenfäden könne man absolut nicht bemalen, allenfalls aufwendig uni einfärben mit Zitronensaft oder - wie es früher gemacht wurde - mit Purpur. Hier aber auf dem Schleiertuch befand sich das farbige Bild auf den Fasern der Muschelseide in feinsten farbigen Abstufungen. (5)


Ein Jahr später schrieb Paul Badde, nachdem er erneut in Manoppello gewesen war, über das Bild: "Bei bestimmtem Licht scheint es im Rahmen zu schweben wie ein Hologramm." (18)


Doch die eigentliche Überraschung des Jahres 2005 war der Vortrag von Robert Falcinelli auf einer Grabtuchforscher-Konferenz in Dallas, Texas. Er verblüffte die Zuhörer mit dem Ergebnis seiner Recherche, die lautete, seiner Meinung nach habe Albrecht Dürer das Bild im Jahr 1500 gemalt. Die kleine "Versengung" in der Pupille des linken Auges des Antlitzes von Manoppello halte er für eine Signatur des Künstlers. (6)


Wolfang Büscher, der im selben Jahr in Manoppello weilte, schrieb über das Bild: "Angenommen, Jesus habe ein Foto von sich hinterlassen. So eine Art Foto. Ein Lichtbild, per Laser oder wie auch immer einem feinen, nylonartigen durchsichtigen, in seiner Beschaffenheit aber rätselhaften Stück Stoff aufgestrahlt - 2000 Jahre bevor Nylon und 1900 Jahre bevor die Fotografie erfunden wurde. So ungefähr muss man sich die Sache vorstellen, um die es hier geht." Er beschrieb in seinem Artikel eindrucksvoll die rätselhafteste Eigenschaft des Schleierbildes: die Lichtbrechung der Farben, die je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Tönungen erscheinen, etwas, das wir z.B. von Schmetterlings- und Käferflügeln kennen. Man spricht auch vom Irisieren oder Changieren von Farben - und nebenbei bemerkt ist dies auch eines der rätselhaften Merkmale der Farben auf dem Wunderbild der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko, das gleichfalls fotografische Eigenschaften aufweist. (s. dazu meine Artikel über die Tilma von Guadalupe)


Büscher beschrieb, wie die Kapuziner von Manoppello das Bild jeden dritten Sonntag im Mai aus der Kirche herausholen und es durch den Ort tragen, begleitet von Tausenden von Pilgern, die ganz gespannt sind auf "die wunderbare Wandlung des heiligen Antlitzes im flatterhaften Frühlingslicht. Zieht eine Wolke auf oder der Pilgerzug geht durch eine schattige Gasse, verändert es seinen Ausdruck .... Nein, das Gesicht des Herrn sei nie dasselbe auf seinem Weg durch Manoppello..." (7)


Zu dieser Zeit war längst klar geworden, welch wertvollen Gegenstand man hier aufbewahrte, und stattete ihn endlich mit einer Alarmanlage und Panzerglas aus.


Paul Badde schrieb im Februar 2006, das Bild "vereinigt in sich Qualitäten von Fotos, Holographien, Gemälden, Zeichnungen mit rätselhaften Unmöglichkeiten und Ungenauigkeiten." Die Schattierungen seiner feiner "als Leonardo da Vinci sie mit seiner Sfumatura zu zaubern verstand. In manchem erinnert das Bild an eine Fotografie, doch in der Iris ist die rechte Pupille leicht nach oben verschoben, wie es in keinem Foto möglich ist. Genausowenig kann das Bild eine Holographie sein, der es trotzdem gleicht, wenn Licht von hinten den Schleier bescheint." (8)


Warum kann dieses Bild keine Holographie sein? Nur aus dem einen Grund: weil es vor 500 bzw. 2000 Jahren noch keine Technik der Holographie gab? So einfach darf man es sich nicht machen.


Das Jesus-Foto

Im selben Jahr - 2006 - zeigte ein Film, den 3Sat am 9. Juli ausstrahlte, das Phänomen der changierenden Farben. In einem Experiment sollte der Effekt mit einem bedruckten Seidentuch wiederholt werden, aber das eigentümliche Merkmal der Lichtbrechung und des wechselnden Gesichtsausdrucks wie beim Volto Santo in unterschiedlichem Licht liess sich nicht imitieren. (9)


Das Jahr 2006 brachte dann den schon erwähnten Papstbesuch in Manoppello. Alle grossen Fernsehsender zeigten die Bilder. Was die Popularität des Volto Santo anbelangt, so war dies Ereignis ein "point of no return", ein Punkt, von dem an keine Umkehr mehr möglich ist. Alle Welt schien sich mit einem Mal für die rätselhafte Reliquie zu interessieren.


Im Januar 2007 unternahm ein Team unter der Leitung von Prof. Giulio Fanti im Auftrag eines ZDF-Filmteams Untersuchungen am Schleiertuch. Man hatte auch Bruno Forte, den Erzbischof von Chieti-Vasto, zur anschliessenden Expertentagung eingeladen und um einen Beitrag gebeten. Am 6. April, einem Karfreitag, wurde dann im Abendprogramm die einstündige Dokumentation "Das Jesus-Foto" ausgestrahlt. Sie zeigte vor allem eines: wie man es nicht machen sollte! Bruno Forte, der ganz klar ausgesagt hatte, dass das Bild weder eingewoben noch aufgemalt sein könne, eher könne man an eine Art Foto denken, kam im gesamten Film überhaupt nicht vor. Stattdessen wurde erwähnt, das Bild zeige eventuell Raffael, von Albrecht Dürer gezeichnet. Auch die Aussagen Schwester Blandinas waren aus dem Film herausgeschnitten worden. Die "Sensation" kam zum Schluss des Films: Prof. Fanti habe einen (!) Farbpartikel bei seiner Untersuchung im Januar entdeckt, und die Zuschauer wurden mit diesem Cliffhanger entlassen mit der vagen Andeutung, das Schleierbild sei wohl doch nur ein Gemälde.


Nach der Ausstrahlung des Filmes regnete es von verschiedenen Seiten Kritik. Der Bericht sei tendenziös und wissenschaftlich unzureichend und präsentiere reisserisch Halbwahrheiten. Das sei Sensations-Journalismus, auf Quote getrimmt. Insbesondere über den Fakt mit dem "einen Farbpartikel" regte man sich in informierten Kreisen auf.


Dr. van den Hoevel vertrat in einem Artikel, der sich auf die ZDF-Dokumentation bezieht, die Ansicht: Da sich das Antlitz nicht auf das von Fanti festgestellte Farbpigment reduzieren lasse, sondern auf dem gesamten Tuch vorhanden ist, sei dies Ergebnis belanglos. Muschelseide sei NICHT bemalbar! Kein moderner Maler hätte ohne moderne Scanner-Technik die hauchdünnen Fäden mit Farbe versehen können, zudem lediglich partiell, ohne auch nur in einem einzigen Fall die millimeterbruchteilkleinen Zwischenräume zu treffen. Van den Hoevel bemängelte zudem, dass das ZDF die Lichtbrechung der Farben des Bildes ignoriert habe. (19)


Prof. Fanti hatte einen Tag nach seinen Untersuchungen für das ZDF einen Vortrag in Padua gehalten, bei dem er das Volto Santo ausdrücklich als ein "nicht von Menschenhand gemachtes" Objekt bezeichnete. (11) Davon war im TV-Film keine Rede.


Cornelia Schrader ging in einem Leserbrief an das ZDF auf die Aussage ein, dass man auf der Rückseite des Bildes keine Zähne sehe. "Jeder, der das Bild selbst gesehen hat, hat natürlich die Zähne auf der Rückseite gesehen, jeder weiss auch, dass die Zähne auf der Vorderseite genauso verschwinden können wie auf der Rückseite, allein durch den Lichteinfall." (12)


In einem Kommentar zum ZDF-Film schrieb der Chemiker Heinz Liechti: Der Farbwelchsel im Bild sei am besten erklärbar durch Refraktion und Diffraktion. Falls es sich doch um Farbspuren handel sollte, so wäre das Wunder noch komplizierter. Man sehe deutlich z.B. im linken Auge, dass ein und dieselbe Stelle im Bild verschiedene Farbtöne haben kann, die sich absorptions-spektroskopisch aber ausschliessen, z.B. gold oder blau, rot oder grün, und physikalisch normalerweise nur durch Beugungsgitter - wie auf einem Schmetterlingsflügel - entstehen können. Bei einem durchsichtigen Muschelseidentuch entstehe so ein Hologramm; die verursachende Struktur sollte seiner Meinung nach mit Rasterelektronen-Mikroskop oder Fluoreszenz-Spektroskopie ausfindig zu machen sein. "So oder so ist es aber wichtig hervorzuheben, dass es sich selbst dann um ein Wunder handelt", so das Fazit des Chemikers. (19)

Während es kritische Leserbriefe an das ZDF regnete, hatte Schwester Blandina in aller Stille einen Originalfaden vom Schleierbild entnommen, der aus dem alten Holzrahmen herausragte. Im April 2007 führte sie eine mikroskopische Untersuchung des Fadens durch sowie Vergleiche mit Byssusfäden, die ihr Chiara Vigo zur Verfügung gestellt hatte. Die Vergleichsfäden stammten aus dem 1. Jh.v.Chr., aus den Jahren 1840 und 2000. Das Ergebnis der Analyse zeigte ganz klar, dass alle Proben identisch waren: abgeflachte, durchsichtige, schlauchartige Gebilde mit glänzender Oberfläche und kristallartigen Ablagerungen entlang der Fasern über die ganze Oberfläche hin (Meeressalzkristalle). Der Vergleich mit den anderen Fäden zeigte zudem, dass der Faden vom Schleiertuch sehr alt ist. Schwester Blandina schrieb in ihr Tagebuch:

"Auf Grund dieser heutigen Beobachtung glaubte ich sagen zu dürfen, dass der vom Holzrahmen des Volto Santo entnommene Faden nichts anderes ist als Meeresbyssus, und zwar sehr alter." (13)

Am 30. April 2007 fand eine erneute Untersuchung am Original statt, im Auftrag von Prof. Fanti, der das von ihm aufgespürte Farbpigment und - falls vorhanden - weitere solche mit einem Farbmessverfahren verifizieren lassen wollte. Dazu hatte er Prof. Pietro Baraldi, einen Chemiker von der Universität in Modena, nach Manoppello geschickt. Man holte das Volto Santo, ohne es aus dem schützenden Glas zu nehmen, in das Büro von Pater Carmine, und der angereiste Professor legte mit all seiner Hightech los. Anwesend waren noch Schwester Blandina und weitere Fachleute. Prof. Fanti hatte genaue Anweisungen mitgegeben, an welchen Stellen die Spektroskopie zum Einsatz kommen sollte. Durchgeführt werden sollten die üblichen Messungen wie sie bei Gemälden gemacht werden. Prof. Baraldi hatte keine Ahnung, um was für ein Objekt und um was für brisante Fragen es sich hier handelte, er ging vollkommen unbefangen an die Sache heran. Dem Professor wurde immer mulmiger zumute, je länger die Untersuchungen per Ramanmikroskop und Laser dauerten. Und er konnte immer weniger glauben, dass es da nichts zu messen und zu finden gab. Nach einiger Zeit äusserte er den Verdacht, Prof. Fanti habe sich wohl einen Scherz mit ihm erlaubt, habe ihn mit einem 700.000 Euro teuren Gerät von Modena herbefohlen - und all das, ohne dass es nun ein einziges positives Ergebnis gebe!

Auch die Wood-Lampe führte zu nichts, was man hätte identifizieren können. Die Geräte zeigten ganz deutlich eines: eine vollkommen von Farbpartikeln leere Oberfläche, egal, wo man mass. Der Professor habe zum Schluss nur noch mehrmals fassungslos "Mysterium! Mysterium!" gestöhnt und dann ganz frustriert seine Geräte wieder eingepackt, so Schwester Blandina in ihrem Tagebuch.

Fazit der ganzen Aktion: Es konnten keine Spektren bekannter Substanzen festgestellt werden, die nach allgemeinem Kenntnisstand in der Vergangenheit bei irgendwelchen Maltechniken Verwendung gefunden haben. Sämtliche Spektren zeigten nur die Beschaffenheit der Muschelseidefasern an. (13, 14)


Neueste Überraschungen

Das Jahr 2008 brachte noch einmal eine Überraschung. Jan S. Jaworski von der Universität Warschau und Prof. Fanti veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Forschungen, die bereits 2001 begonnen hatten. Die beiden Wissenschaftler hatten 3-D-Technologie verwendet, um das Gesicht auf dem Schleier mit dem Antlitz des Turiner Grabtuches zu vergleichen. Ihr Ziel war, festzustellen, ob es, wie beim Grabtuch, auch beim Volto Santo verborgene 3-D-Merkmale gebe. Mit dieser Technologie kann man Details sichtbar machen, die man mit blossem Auge nicht sehen kann.
Die Überraschung brachte der Vergleich der Vorder- und der Rückseite des Volto Santo. Nachdem Jaworski festgestellt hatte, dass es zahlreiche Parallelen gebe zwischen dem Volto Santo-Gesicht und dem des Turiner Grabtuches (Gesichtsform, Wundmerkmale, Bart, haarlose Zone u.v.m.), aber auch Unterschiede wie die fehlende Blutspur auf der Stirn, erwies sich das Entdecken von Unterschieden im Bild auf der Vorder- und Rückseite des Schleiers als Überraschung. Das Gesicht sei zwar auf beiden Seiten extrem ähnlich (bislang hatte man es als vollkommen identisch gehalten, nur eben spiegelverkehrt), aber es gebe Details, die Unterschiede zeigen, die nicht einfach zu erklären sind.
So z.B. ein Detail an der Haarlocke in der Mitte der Stirn, das eben nicht übereinstimmt. 3-D-Technologie verstärkte diese Beobachtung noch mehr. Fanti meint dazu, so etwas sei bis heute mit ähnlichem Gewebe nicht reproduzierbar und sei deshalb eine "Besonderheit, die für die Hypothese eines Archeiropoietos-Bildes spricht". Es sei vollkommen unvorstellbar, wie ein Künstler etwas derartiges hätte malen sollen auf einem so dünnen Schleier mit ein paar unterschiedlichen Details auf der anderen durchsichtigen Gewebeseite, ohne dass man dies auf beiden Seiten zugleich sehe. Das Fazit der beiden Wissenschaftler: das Schleierbild von Manoppello muss unbedingt weiter untersucht werden, denn bislang seien seine Entstehung und Merkmale absolut rätselhaft. (15)



Detail des Volto Santo: die Stirnhaarlocke: einmal auf der Vorderseite, einmal auf der Rückseite des Tuches (zum besseren Verständnis wurde das rechte Bild spiegelbildlich dargestellt): tatsächlich bestehen Unterschiede



Die Faktenlage

Es wird also spannend bleiben, was die Erforschung dieses mysteriösen Bildes anbelangt. Gegen die Behauptung, das Volto Santo sei doch nur ein Kunstwerk, sprechen die Fakten:


  • die Farben scheinen jeglichen materiellen Charakters zu entbehren

  • Farbstoffe sind keine nachzuweisen

  • das Bild befindet nur auf den Kettfäden

  • das Bild ist von beiden Seiten gleich gut zu sehen wie ein Diapositiv

  • der Farbverlauf ist übergangslos

  • es gibt keine Spuren von Lösungsmitteln, keine Pinselstriche, keinen Kapillarfluss in die Fasern hinein

  • das Bild hat keine scharfen Konturen und ist dennoch nicht verschwommen

  • das Bild ist nur bei bestimmten Lichtverhältnissen erkennbar, bei Gegenlicht sieht man nur einen weissen leeren Schleier

  • aus bestimmtem Winkel wirkt das Bild dreidimensional

  • das Bild zeigt keine Reaktion auf Wood-Licht und bleibt bei UV-Licht unsichtbar

  • das Bild zeigt Lichtbrechung der Farben

In einem Katalog zu seiner Volto Santo-Installation in Köln schreibt der Künstler Ulrich Moskopp: "Die Physis des irisierend-transparenten Muschelseidengewebes ist verwoben, verschränkt und überlagert in diesem Ausdruck, der sich verändert und wandelt, als sei das Bild lebendig." (16) Rätselhaft ist auch die lange Haltbarkeit des empfindlichen Gewebes.


Was ist dieses Bild eigentlich? Eine Art Foto? Ein Druck? Eine Holografie? Ein Hologramm würde erklären, warum man verschiedene Gesichtsausdrücke bei verschiedenen Gelegenheiten und Lichtverhältnissen sehen kann, wie dies schon zahlreiche Pilger bei Zeremonien durch den Ort erleben konnten. Das Bild ist offenbar mit einer uns heute noch unbekannten Technik hergestellt worden. Pater Germano in Manoppello sieht das ganz gelassen: "Die Wissenschaft kommt uns entgegen. Sie entwickelt sich so schnell, dass wir nur abzuwarten brauchen." (5)


Warten wir also ab, ob wir mit zukünftiger Technik entweder dieses Bild mit seinen mysteriösen Merkmalen kopieren oder endlich werden erklären können und ob wir eine Antwort auf die Frage erhalten können: Wer waren der oder die unbekannten Hersteller?


Dr. Johannes Fiebag (20) schrieb 1995: Ein "Artefakt muss, um als ausserirdischer Gegenstand erkannt zu werden, insbesondere zwei Eigenschaften erfüllen: 1. Es muss seine Entstehung zweifelsfrei der Technik einer hochstehenden Zivilisation verdanken. 2. Es muss mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden können, dass diese Technik terrestrisch ist und unserer Zeit entspringt."


Haben wir es beim Volto Santo zu tun mit einem solchen materiellen Beleg eines Kontaktes mit einer fremden Intelligenz?


Literatur


(1) = Bulst, W. / H. Pfeiffer: Das Turiner Grabtuch und das Christusbild. Frankfurt a.M. 1987/1991


(2) = Sammariccia, Bruno: Il Volto Santo di Gesu a Manoppello. Pescara 1978


(3) = Allegri, R. / P.O. Schenker: Das Volto Santo von Manoppello. In: Das Zeichen Mariens. Nr. 7, Reussbühl 1978


(4) = www.voltosanto.it/tedesca/la_mostra/la_scienza/vittore_studi.htm


(5) = Badde, Paul: Das wahre Gesicht Jesu. In: Die Welt. 28. September 2004


(6) = Falcinelli, R.: The Veil of Manoppello. Work of Art or Authentic Relic? www.shroud.com/pdfs/roberto.pdf


(7) = Büscher, W.: Der Jesus, den uns der Vatikan nicht zeigt. In. Die Zeit. 12. Dezember 2005


(8) = Badde, Paul: Im Anfang war das Bild. In: Die Welt. 18. Februar 2006


(9) = Schwibach, A.: Eine verehrungswürdige Ikone. In: Die Tagespost, 17. Juli 2006


(10) = Hoevel, M. van den: Das Geheimnis von Manoppello. In: Veronica, Nr. 2, Aachen 2007


(11) = Läufer, J.: Leserbrief an das ZDF. In: Veronica, Nr. 2, Aachen 2007


(12) = Schrader, C.: Leserbrief an das ZDF. In: Veronica, Nr. 2, Aachen 2007


(13) = Schlömer, Blandina P.: Tagebucheintragungen. In: Veronica, Nr. 2, Aachen 2007


(14) = Baraldi, P.: Untersuchungen des Volto Santo von Manoppello mit dem Raman-Mikroskop. www.antlitz-christi.de/forschung


(15) = Jaworski, J.S. / G. Fanti: 3-D-Processing to Evidence Characteristics representetd in Manoppello Veil. 2008, www.shroud.com/pdfs/jaworski.pdf


(16) = Moskopp, U.: Volto Santo - Transparenz, Transzendenz - Was ist ein Antlitz? In: Veronica, Nr. 2, Aachen 2007


(17) = Badde, Paul: Und jetzt kommt der Papast. In: Berliner Morgenpost, 27. August 2006


(18) = Badde. Paul: Das Muschelseidentuch. Berlin 2005


(19) = Liechti, H.: Kommentare eines Chemikers. www.antlitz-christi.de/forschung


(20) = Fiebag, J.: Spuren der Aktivität ausserirdischer Intelligenzen auf den Planeten und Monden des Sonnensystems? In. Fiebag / Fiebag (Hg.): Aus den Tiefen des Alls. Tübingen, Zürich, Paris 1995











































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